Hair
Musical (USA,D 1979)
Claude Hooper Bukowski (John Savage), ein junger Mann aus dem ländlichen Oklahoma, soll Ende der 1960er-Jahre in den Vietnamkrieg ziehen. Auf dem Weg zur Musterung in New York City trifft er auf eine Gruppe von Hippies unter Führung des charismatischen Berger (Treat Williams). Das ungezwungene Leben dieser jungen Leute fasziniert den schlaksigen Mann vom Lande. Er schliesst sich der fröhlichen Truppe an und geniesst die letzten Tage als Zivilist in vollen Zügen. Als er während eines Picknicks Sheila (Beverly D'Angelo), ein Mädchen aus reicher Familie, vorbeireiten sieht, verliebt er sich auf der Stelle. Um das Mädchen wiederzusehen, tauchen Claude und seine neuen Freunde spontan auf einer Party in Sheilas Elternhaus auf. Ihr provokativer Auftritt sorgt für einen Skandal und ruft sogar die Polizei auf den Plan. Sheila aber kann sich Claudes schüchterner Verliebtheit und der unkonventionellen Lebenslust der Hippies nicht entziehen. Wenig später tritt Claude seinen Dienst bei der Armee an. Im Lager in der Wüste von Nevada werden Claude und seine Kameraden hart gedrillt. In New York trifft sich Sheila erneut mit der Gruppe um Berger und zeigt ihnen einen Brief von Claude. Berger gewinnt sie und seine Freunde für die Idee, gemeinsam nach Nevada zu fahren und Claude zu besuchen. Weil die Gruppe nicht in die Kaserne eingelassen wird, bringen sie mit einem Trick einen Offizier um seine Uniform. Damit gelangt Berger in die Kaserne und tauscht dort Uniform und Platz mit Claude. Das US-Musical "Hair" hatte seine Bühnenpremiere am 29. April 1968 und wurde auf Anhieb zu einem Hit. Bereits Ende 1968 eroberte das Stück auch Deutschland. Die Verschmelzung der poppigen Hippiekultur mit der Kritik am Vietnamkrieg traf den Nerv der Zeit. Der Soundtrack war elektrisierend. Songs wie "Aquarius", "Sodomy" oder "Let the Sunshine In" wurden zu Evergreens. 1979 brachte der Exiltscheche Milos Forman ("One Flew Over the Cokoo's Nest", "Amadeus") die Geschichte auf die grosse Leinwand. Die Verfilmung des Musicals ist unter seiner meisterlichen Regie eine mitreissende, bewegende Hymne auf die Aufbruchstimmung und die Lebenswerte der 68er-Zeit geworden.
- John Savage (Claude Bukowski)
- Treat Williams (George Berger)
- Beverly D'Angelo (Sheila Franklin)
- Annie Golden (Jeannie Ryan)
- Dorsey Wright (Lafayette "Hud" Johnson)
- Don Dacus (Woof Daschund)
- Nicholas Ray (General)
- Cheryl Barnes (Dionne, Huds Verlobte)
- Richard Bright (Fenton)
- Charlotte Rae (Lady in Pink)
- Miles Chapin (Steve Franklin)
- Fern Tailer (Sheilas Mutter)
- Charles Denny (Sheilas Vater)
- Herman Meckler (Sheila's Uncle)
- Agness Breen (Sheila's Aunt)
- Antonia Rey (Mrs. Berger, George's Mother)
- George J. Manos (Mr. Berger, George's Father)
- Linda Surh (Vietnamese Girl)
- Jane Booke (Debutante #1)
- Suzanna Love (Debutante #2)
- Joe Acord (Claude's Father)
- Michael Jeter (Sheldon)
- Janet York (Prison Psychiatrist)
- Rahsaan Curry (Lafayette Jr.)
- Harry Gittleson (The Judge)
- Donald Alsdurf (MP)
- Steve Massicotte (Barracks Officer)
- Mario Nelson (Barracks Officer)
- Renn Woods ('Aquarius' soloist)
- Toney Watkins (Colored Spade / Ain't Got No)
- Carl Hall (Colored Spade)
- Howard Porter (Colored Spade)
- Nell Carter (Ain't Got No / White Boys)
- Kurt Yaghjian (Ain't Got No)
- Laurie Beechman (Black Boys)
- Debi Dye (Black Boys)
- Ellen Foley (Black Boys)
- Johnny Maestro (Black Boys)
- Fred Ferrara (Black Boys)
- Jim Rosica (Black Boys)
- Michael Weller (writer)
- Miloš Forman
- Michael Hausman (first assistant director)
- Joseph Ray (second assistant director)
- Joel Tuber (second assistant director)
- FSK 12
