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Tagesgeschehen (F 2026)
Die außergewöhnlichen Kräfte des Wattwurms, der Leben rettet Am 2. Juli wird in Berlin der Europäische Erfinderpreis 2026 verliehen. Zu den Finalisten zählt der französische Meeresbiologe Franck Zal. Er hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Spenderorgane länger konservieren lassen. Seine Innovation beruht auf einem Molekül des Wattwurms, der in der Nordsee, im Ärmelkanal und im Atlantik vorkommt. Es kann große Mengen Sauerstoff transportieren und ermöglicht dem Tier, stundenlang unter dem Sand zu überleben. Mithilfe dieses Moleküls lässt sich eine Niere vor der Transplantation bis zu sieben Tage lang konservieren – statt wie bisher nur zwölf Stunden. Gesetz gegen Ultra-Fast-Fashion: Kann Shein einpacken? Nach zweijährigen Beratungen hat die Nationalversammlung am 24. Juni ein Gesetz zur Verringerung der Umweltauswirkungen von Fast Fashion verabschiedet. Es richtet sich gegen Unternehmen, die sehr große, ständig wechselnde Sortimente anbieten. Vorgesehen sind unter anderem Geldstrafen von bis zu 50 Prozent des Produktpreises. Ab 2027 soll zudem Werbung für entsprechende Produkte und Anbieter verboten werden. Mehrere Umweltverbände sprechen von einem "Anti-Shein-Gesetz": Es ziele vor allem auf chinesische Plattformen wie Shein und Temu, lasse große europäische Modeketten wie Zara oder Kiabi jedoch weitgehend außen vor. Außerdem: Nachdem die Europäische Weltraumorganisation ein bislang unveröffentlichtes Bild vom Zentrum der Milchstraße veröffentlicht hat, blickt Xavier Mauduit auf William Herschel zurück, der als Erster die Galaxie kartografierte. Marie Bonnisseau berichtet über ein britisches Experiment, bei dem Freiwillige mehrere Wochen wie Wildtiere lebten, um die Gefahren, denen diese ausgesetzt sind, besser zu verstehen.
- Europäische Erfinderpreis für Franck Zal.
- Gesetz gegen Ultra-Fast-Fashion.
- MinimalAge 0

