Westart
Kultur (D 2026)
Westart von der Ausstellung "Unheimliche Verschiebungen" in Dortmund Gestapelte Klimaanlagen in einer Kirche, eine Anzeigetafel für die heißesten Städte der Welt im Bahnhof oder eine Art Fitnessstudio in einem ehemaligen Ladenlokal: Unter dem Titel "Unheimliche Verschiebungen" nehmen 15 Arbeiten in der Dortmunder Innenstadt Bezug auf Themen der Zeit. Neun Stationen sind fußläufig vom Dortmunder Hauptbahnhof aus zu erreichen und laden zu einem Kunst-Spaziergang ein, der irritiert und zum Nachdenken anregt. Die von Urbane Künste Ruhr im Rahmen der Ruhrtriennale im öffentlichen Raum veranstaltete Ausstellung ist noch bis zum 4. Oktober zu sehen. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni startet am Dortmunder Hauptbahnhof und streift durch die Stadt. Sie spricht mit Künstlern und der Kuratorin von "Unheimliche Verschiebungen" und lässt sich vom Troubadour für das Ruhrgebiet etwas vorsingen.Musikalische Begegnungen: "Der Troubadour" reist durchs Ruhrgebiet Der Troubadour ist unterwegs – von Stadt zu Stadt, von Auftritt zu Auftritt, durch das gesamte Ruhrgebiet. Im Mittelpunkt aber steht die Begegnung mit den Menschen vor Ort. Es ist ein musikalisches Experiment, bei dem Gespräche, Gastfreundschaft und gemeinsame Erlebnisse in das Repertoire aus Liedern, Texten und Geschichten einfließen. Riah Knight ist Sängerin, Performerin und Singer-Songwriterin. Für das Troubadour-Projekt reist sie noch bis zum 10. September gemeinsam mit Christian Löffel durch das Ruhrgebiet und tritt als Straßensängerin auf. Arbeiterkindheit im Pott: "Mutti, komma ans Fernster" Als Leiter des Paritätischen Wohlfahrtsverbands kämpfte Ulrich Schneider für die Schwachen in der Gesellschaft. Er selbst ist ein klassischer Bildungsaufsteiger, war Arbeiterkind im Ruhrgebiet, machte Abitur, studierte und promovierte. In "Mutti, komma ans Fenster" blickt er auf seine Kindheit zurück, erzählt von Eltern, die sich aufrieben, von Müttern, die alles zusammenhielten, von Vätern, die früh verschlissen wurden. Sein Buch ist eine Milieustudie, die mit Wärme und Genauigkeit Stolz, Solidarität, Härte und die bescheidene Großzügigkeit der damaligen Zeit schildert. Spielerischer Dialog: "RI TE" bei der Ruhrtriennale Anziehung und Abstoßung, Öffnen und Sich-Zurückziehen, Bewegungen beginnen und enden abrupt: Die Choreografie "RI TE" ist kein klassisches Duett, sondern ein spielerischer Dialog in Körpersprache. In der Produktion trifft eine der innovativsten Choreografinnen der Gegenwart, die auf den Kapverden geborene Marlene Monteiro Freitas, auf einen der bedeutendsten Flamencotänzer, den Spanier Israel Galván. In einer minimalistischen Kulisse agieren die beiden in phantasievoller Konkurrenz und verständiger Eintracht. Singen gegen die Einsamkeit: Der Kneipenchor "Altbierstimmen" Es geht nur um den Spaß! Einfach zusammen singen, ohne richtig singen können zu müssen: Mit diesem Ziel haben Julia Böhm und Wibke Müller 2023 in Düsseldorf den Kneipenchor "Altbierstimmen" gegründet. Ohne Notenlehre und Aufnahmehürden die werden die Pop- und Indie-Klassiker einmal monatlich in der Kneipe geprobt – und dann auch aufgeführt, zum Beispiel am Büdchentag am 5.9. im Düsseldorfer "Reinraum".
- Westart von der Ausstellung "Unheimliche Verschiebungen" in Dortmund.
- Musikalische Begegnungen: "Der Troubadour" reist durchs Ruhrgebiet.
- Arbeiterkindheit im Pott: "Mutti, komma ans Fernster".
- Spielerischer Dialog: "RI TE" bei der Ruhrtriennale.
- Singen gegen die Einsamkeit: Der Kneipenchor "Altbierstimmen".
Wiederholung
So, 30.08.2026 | 09:30 - 10:00